ZVM-Verbandsversammlung

28.03.2017

In der Sitzung der Verbandsversammlung des Zweckverband SPNV Münsterland (ZVM) wurde über den Sachstand der Reaktivierungen der WLE-Strecke Münster – Sendenhorst und der Tecklenburger Nordbahn Osnabrück – Recke sowie über die Baumaßnahme Münster-Mecklenbeck berichtet.

Für die Tecklenburger Nordbahn wurden die im September 2016 präsentierten Planungen (Leistungsphasen 1 und 2) in den Gemeinden an der Strecke vorgestellt und beraten. Aktuell laufen Gespräche zur weiteren Abstimmung des Bahnübergangskonzeptes mit den Anliegern.  Für die WLE-Strecke wurden jetzt weitere Planungsunterlagen (Leistungsphasen 3 und 4) vorgelegt. Unter Berücksichtigung eines konkretisierten Bahnübergangskonzeptes und der Maßnahmen zum Schallschutz haben sich nunmehr Investitionskosten von 40,4 Mio. € ergeben.

Die ZVM-Verbandsversammlung stimmte einem Antrag der Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN zu, an einem Wochenende im Sommer die Strecke der WLE zwischen Münster und Sendenhorst probeweise mit einem modernen Triebwagen zu befahren, um potentiellen Fahrgästen und Anwohnern einen Eindruck zu verschaffen, wie ein künftiger Fahrbetrieb aussehen könnte.

Weiterhin wurde berichtet, dass in intensiven Gespräche mit DB Netz, DB Station&Service und der Stadt Münster erreicht wurde, den Sperrzeitraum der Strecke Münster – Coesfeld (RB 63) während der Baumaßnahmen zur Unterführung Heroldstraße auf den Zeitraum von Mitte Februar bis Anfang August 2018 (bisher Ende Oktober 2018) zu verkürzen. Für diesen Zeitraum wird ein Ersatzkonzept mit Bussen zwischen Münster-Roxel und Münster Hbf erarbeitet.

Zur Anbindung von Münster an den Rhein-Ruhr-Express (RRX) bekräftigte die Verbandsversammlung ihre Forderung zum zweigleisigen Ausbau der Strecke Münster – Lünen über den Bundesverkehrswegeplan, so wie es derzeit vom Bundesverkehrsministerium noch geprüft wird. Anders als jüngst in der Presse zu lesen war, sei dann der RRX-Anschluss von Dortmund nach Münster auch ohne das teure sogenannte Überwerfungsbauwerk im Osten des Dortmunder Hauptbahnhofs möglich.

Zur nicht zufriedenstellenden Betriebsqualität auf den Linien RB 50, RB 67 und RB 69/89 der Eurobahn forderte die Verbandsversammlung nachhaltige Verbesserungen des Betreibers Eurobahn. Dabei wurde insbesondere auf die Einstellung von neuen Personalen zur Gewährleistung der Fahrplanstabilität gedrängt. Die Mitglieder zeigten sich enttäuscht, dass die Eurobahn der Einladung zur Sitzung nicht gefolgt ist. Die Eurobahn-Geschäftsführung wird nunmehr in der Verbandsversammlung des NWL am 06.04.2017 dazu Rede und Antwort stehen.