Pressemitteilung zur ZVM Verbandsversammlung am 14.03.2016

15.03.2016

In der heutigen Sitzung der Verbandsversammlung des Zweckverband SPNV Münsterland (ZVM) wurde über den Sachstand zu Infrastrukturprojekten im Münsterland berichtet.

Für Maßnahmen im Bahnhofsmodernisierungsprogramm des Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) wurden am 17.02.2016 in Düsseldorf in einem Termin mit Verkehrsminister Groschek, Vertretern von DB Station&Service und den Aufgabenträgern NVR, NWL und VRR weiterführende Vereinbarungen unterzeichnet. Für die dritte Modernisierungsoffensive für Stationen in NRW (MOF 3) wurde eine Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet. Mit diesem bis 2023 laufenden Programm ist die Modernisierung und der barrierefreie Ausbau der Stationen Ibbenbüren und Lengerich finanziell gesichert. Für die Stationen an den Außenästen des künftigen Rhein-Ruhr-Express (RRX), zu denen aus dem Münsterland die Stationen Ahlen und Oelde gehören, wurde eine Vereinbarung für die weiteren Planungen bis zur Genehmigungsplanung geschlossen. Für die Modernisierung der Station Bocholt soll nach Abschluss der derzeit laufenden Entwurfs- und Genehmigungsplanung der Planungen zur Elektrifizierung der Strecke Wesel – Bocholt eine Realisierungs- und Finanzierungsvereinbarung geschlossen werden Dieses gilt ebenso für die Stationsmaßnahmen Maria Veen, Reken und Klein-Reken im Zusammenhang mit der REGIONALE 2016 nach Abschluss der aktuell laufenden Planungen zum Ausbau der Strecke Dorsten – Coesfeld.

In Müssingen wurde mit ersten Arbeiten zur Einrichtung der neuen Station Warendorf Einen-Müssingen begonnen. Die Inbetriebnahme ist für Dezember 2016 vorgesehen. Auch an der Station Münster Zentrum Nord wurde Ende 2015 mit den ersten Arbeiten zum Ausbau des Bahnsteiges an Gleis 1 zu einem Mittelbahnsteig und dem Bau eines neuen Gleises zu einem Kreuzungsbahnhof für die Strecke Münster – Enschede begonnen. Eine Inbetriebnahme ist 2017 vorgesehen.

Für die Modernisierung der Station Bösensell und die barrierefreie Erreichbarkeit der Station Capelle liegen die Planungen bis zur Genehmigungsplanung vor. Bösensell wurde zusammen mit Reken und Maria Veen für das Bundesprogramm zur Herstellung der Barrierefreiheit von kleineren Verkehrsstationen im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms 2016 - 2018 (ZIP) angemeldet. Das Vorhaben in Capelle ist im Förderprogramm 2016-2019 des NWL nach § 12 ÖPNVG enthalten.

Für den barrierefreien Ausbau des oberen Bahnsteiges in Dülmen (Gleis 31) laufen die ersten Planungen mit finanzieller Unterstützung durch den ZVM. Für die Station Ostbevern fördert der ZVM die Planungen für eine behindertengerechte Unterführung und für die Station Westbevern soll mit Förderung durch den ZVM eine Machbarkeitsstudie für die barrierefreie Zuwegung der Bahnsteige erstellt werden.

Außerdem stimmte die Verbandsversammlung der Tarifanpassung des Münsterlandtarifs zum 01.08.2016 um durchschnittlich unter 2 % zu.

Nach der Verbandsversammlung ließ der ZVM mit geladenen Gästen in feierlicher Atmosphäre 20 Jahre kommunale Zusammenarbeit für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) seit der Gründung des ZVM im Dezember 1995 Revue passieren. Dr. Burkhard Beyer, Geschäftsführer der Historischen Kommission für Westfalen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), blickte mit Anmerkungen zur Geschichte der Eisenbahn im Münsterland noch sehr viel weiter zurück. Verbandsvorsteher Dr. Hermann Paßlick und seine Vorgänger Hans Pixa und Thomas Kubendorff bekräftigten die Bedeutung der regionalen Kompetenz für Bus und Bahn auch für die Zukunft zur weiteren Entwicklung eines homogenen Mobilitätssystems im Münsterland.