Das Angebot

Ein bedarfsgerechtes Angebot im SPNV muss ein netzweites Grundangebot zur Sicherstellung der Mobilität der Bürger beinhalten. Gleichzeitig muss das Angebot den Anforderungen auf den stark nachgefragten Strecken entsprechen.

Stundentakt für (fast) alle

Bereits im 1. Nahverkehrsplan SPNV Münsterland hat der ZVM 1997 die Weichen für ein flächendeckendes Grundangebot im Stundentakt auf den Schienen des Münsterlandes gestellt. Im Juni 1998 wurde dieses wesentliche Element des ersten Nahverkehrsplans mit der Einführung des NRW-Taktes umgesetzt. Die Linien erhielten einprägsame Namen wie "Emsland-Express", "Westmünsterland-Bahn" oder "Der Warendorfer" und eine neue Zuordnung in Regional-Express (RE) und Regional-Bahn (RB) mit einem landesweiten Nummernsystem.Mit dem 2. Nahverkehrsplan SPNV Münsterland wurden die eingeleiteten Verbesserungen forciert. So zum Beispiel die Verdichtung der Wochenendbedienung im Stundentakt. Ferner wurden die Spätverkehre, insbesondere an den Wochenenden, ausgeweitet.

Schnell und Bequem mit dem RegionalExpress

Dass es neben den Nahverkehrszügen, die an jedem Bahnhof halten, auch schnellere Nahverkehrsverbindungen gibt, ist nicht neu. Früher waren sie als Eilzug oder Regionalschnellbahn bekannt.

Mit der zweiten Stufe des NRW-Taktes konnte ein Netz von RegionalExpress - Linien aufgebaut werden, welches dem Münsterland schnelle Verbindungen nicht nur innerhalb von NRW bringt. Dabei werden Strecken bedient, die auch im IC/ICE - Verkehr befahren werden. Fünf überregional bedeutsame RegionalExpress - Linien fahren durch das Münsterland. Sie sind inzwischen mit modernen Doppelstockwagen ausgestattet und bieten einen hochwertigen Reisekomfort bei der Fahrt über längere Entfernungen. Seit Dezember 2010 verkehrt der RE 2 von Münster über Essen hinaus bis nach Düsseldorf und stellt so die seit langem angestrebte direkte Verbindung von Münster in die Landeshauptstadt her.

Fazit und Ausblick

Das Leistungsvolumen des SPNV-Angebotes im Münsterland wurde seit dem Beginn der Regionalisierung um ca. 40 % ausgeweitet. Dieses Angebot gilt es zu halten und weiter zu optimieren. Der erste Nahverkehrsplan Westfalen-Lippe des NWL, der den Nahverkehrsplänen des ZVM nachfolgte, ist im Oktober 2011 in Kraft getreten und enthält weitere Anforderungen an den SPNV im Münsterland. Der Nahverkehrsplan kann hier heruntergeladen werden.

Auch in Zeiten "knapper Kassen" muss den Fahrgästen im Münsterland ein SPNV-Angebot zur Verfügung stehen, das Berufspendler, Schüler und Freizeitfahrer gleichermaßen ans Ziel bringt. In den letzten fünfzehn Jahren ist eine hohe Identität der Region mit den Belangen des SPNV entstanden. Die enge Zusammenarbeit zwischen den westfälischen Zweckverbänden im NWL, den benachbarten Aufgabenträgern des SPNV, den Kommunen und dem ZVM hat sich bewährt. Die Bewahrung und Stärkung der regionalen Eigenverantwortung des Münsterlandes wird weitere Synergien erschließen.